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Medicare vs. Medicaid: Grundlagen zu den Kosten

Medicare und Medicaid klingen ähnlich, sind aber zwei sehr unterschiedliche Programme, die von verschiedenen Behörden nach verschiedenen Regeln betrieben werden. Sie zu verwechseln — und anzunehmen, das eine verhalte sich wie das andere — ist eine häufige Ursache für schmerzhafte Abrechnungsüberraschungen.

Die Zusammenfassung in einem Absatz

Medicare ist ein bundesstaatliches Krankenversicherungsprogramm für Menschen ab 65 Jahren, bestimmte jüngere Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Nierenerkrankung im Endstadium. Die Anspruchsberechtigung basiert auf Alter und Erwerbsbiografie, nicht auf dem Einkommen. Die meisten Versicherten zahlen Prämien, Selbstbehalte und Eigenanteile — Medicare ist eine Versicherung, keine kostenlose Gesundheitsversorgung.

Medicaid ist ein gemeinsames Bundes-Landes-Programm, das Gesundheitsschutz für Menschen mit niedrigem Einkommen und begrenzten Ressourcen bietet. Die Anspruchsberechtigung basiert hauptsächlich auf dem Einkommen, variiert von Staat zu Staat, und das Leistungspaket ist in der Regel umfassender (mit geringerer oder keiner Kostenbeteiligung) als bei Medicare.

Medicare: die vier Teile

Das Problem der Kostenbeteiligung beim traditionellen Medicare

Im Gegensatz zu ACA-konformer kommerzieller Versicherung hat das traditionelle Medicare (Teile A und B) kein jährliches Eigenanteilsmaximum. Eine schwere Erkrankung kann einen Versicherten einem unbegrenzten 20%igen Eigenanteil aussetzen. Deshalb kaufen die meisten traditionellen Medicare-Versicherten eine Medigap (Medicare-Zusatzversicherung), um die Lücken zu schließen, oder schreiben sich in Medicare Advantage ein (das ein begrenztes OOP-Maximum hat, typischerweise etwa $8.850 für 2026 im Netzwerk).

Medicaid: Leistungen und Kosten

Medicaid wird von den Bundesstaaten verwaltet. Das Leistungspaket wird vom Staat innerhalb eines bundesstaatlichen Rahmens festgelegt. Alle Staaten müssen Kernleistungen abdecken (Krankenhaus, Arzt, Labor, Schwangerschaftsversorgung, Kinderleistungen). Die meisten Staaten decken auch Zahn-, Augen- und Langzeitpflege bis zu einem gewissen Grad ab.

Die Kostenbeteiligung für Medicaid-Versicherte ist durch Bundesvorschriften stark begrenzt: Die meisten Staaten erheben moderate Praxisgebühren ($3–$5 für einen Arztbesuch, bis zu $8 für nicht bevorzugte Medikamente), und einige erheben gar nichts. Die gesamten Eigenausgaben dürfen 5 % des Familieneinkommens nicht übersteigen. Das macht Medicaid, wo verfügbar, zum erschwinglichsten US-Krankenversicherungsschutz.

Medicaid-Berechtigung — der ACA-Erweiterungsfaktor

Der Affordable Care Act hat Medicaid auf Erwachsene ausgeweitet, die bis zu 138 % der Bundesarmutsgrenze (FPL) verdienen. Vierzig Staaten und D.C. haben die Erweiterung übernommen; zehn haben es nicht. In Nicht-Erweiterungsstaaten befinden sich viele einkommensschwache Erwachsene ohne Kinder in einer „Abdeckungslücke”: Ihr Einkommen ist zu hoch für das traditionelle Medicaid, aber zu niedrig für ACA-Marktplatz-Zuschüsse. Wenn Sie in einem dieser Staaten und unversichert sind, kann dennoch eine Medicaid-Berechtigung für Ihre Kategorie (schwanger, behindert, Elternteil von Minderjährigen, älter) gelten — und Gesundheitsbehörden des Landkreises können die Berechtigung prüfen.

Doppelte Anspruchsberechtigung

Etwa 12 Millionen Amerikaner sind „dual eligible” — sowohl bei Medicare als auch bei Medicaid eingeschrieben. In der Regel handelt es sich um Medicare-Versicherte mit niedrigem Einkommen, deren Medicaid die Medicare-Prämien und Kostenbeteiligung übernimmt. Die Medicare Savings Programs (QMB, SLMB, QI) sind der formale Mechanismus. Wenn Sie Medicare-Versicherter mit einem Einkommen unter etwa 135 % der FPL sind, können Sie qualifiziert sein, auch wenn Sie sich nicht als „Medicaid-Empfänger” betrachten — staatliche Medicaid-Büros und State Health Insurance Assistance Programs (SHIPs) können Sie kostenlos prüfen.

Was Medicare nicht abdeckt (Medicaid aber oft schon)

Medicaid ist der größte Zahler von Pflegeheimleistungen in den Vereinigten Staaten. Bevor Sie sich in einer qualifizierten Pflegeeinrichtung einschreiben, lohnt es sich, das Zusammenspiel von Medicare (kurzfristig postakut) und Medicaid (langfristig Pflege) sorgfältig zu verstehen — in der Regel mit Hilfe eines zertifizierten Anwalts für Elderlaw.

Kostenbeteiligung im Kontext

Die Kostenzahlen auf den CareCostIndex-Verfahrensseiten enthalten in der Regel eine „Medicare”-Spalte — das ist der von Medicare anerkannte Satz, nicht das, was ein einzelner Versicherter tatsächlich aus eigener Tasche zahlt. Nach Selbstbehalt und 20%igem Eigenanteil (oder mit einem Medigap-Plan) ist die tatsächliche Eigenleistung des Versicherten in der Regel viel geringer. Medicaid hat auf den meisten unserer Seiten keine Spalte, da die von Medicaid anerkannten Sätze von Staat zu Staat stark variieren und in der Regel niedriger als Medicare sind, wobei der Großteil der Kosten vom Programm getragen wird, nicht vom Versicherten.

Was zu tun ist, wenn Sie glauben, berechtigt zu sein

  1. Für Medicare: Die Berechtigung beginnt 3 Monate vor Ihrem 65. Geburtstag. Schreiben Sie sich während Ihrer Erstzulassungsfrist ein, um lebenslange Verspätungsstrafen für Teil B zu vermeiden.
  2. Für Medicaid: Beantragen Sie über Ihre staatliche Medicaid-Behörde oder über healthcare.gov. Es gibt kein Einschreibefenster; Sie können jederzeit beantragen. Eine rückwirkende Deckung von bis zu 3 Monaten ist in vielen Staaten möglich.
  3. Für die doppelte Berechtigungsprüfung: Ihr lokales SHIP-Büro bietet kostenlose, unvoreingenommene Hilfe. Finden Sie Ihres unter shiphelp.org.

Weiterführende Lektüre: Pflegeheimkosten nach Bundesstaat, Selbstbehalte, Eigenanteile und Eigenanteilsmaximum erklärt.


Geprüft von CareCostIndex Editorial Team · Zuletzt geprüft: 2026-04-16